
orthoptik austria
Verband der Orthoptistinnen und Orthoptisten Österreichs
Fehlsichtigkeit ist keine Erkrankung. Es liegt nur ein physikalisches Missverhältnis zwischen der Länge des Auges und dessen Brechkraft vor. Die Ursachen liegen entweder in einer Abweichung der Länge des Augapfels (Achsenametropie) oder in einer Veränderung der Brechkraft von Hornhaut und /oder Linse (Brechungsametropie)
Der Brennpunkt des Auges liegt genau auf der Netzhautebene, das hei߸t parallel einfallende Strahlen vereinigen sicht durch die Brechkraft von Hornhaut und Linse auf der Netzhaut und erzeugen somit ein scharfe Abbildung.
Das Auge ist im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu kurz, so dass sich parallel einfallende Lichtstrahlen hinter der Netzhaut vereinigen. Die Sehschärfe ist in der Nähe stärker eingeschränkt. Besonders Kinder und Jugendliche können geringe Hyperopien durch verstärkte Linsenwölbung (Akkommodation) ausgleichen. Dieser Mechanismus kann aber bei längerer visueller Tätigkeit zu Beschwerden führen und eine Schielneigung verstärken.
Das Auge ist im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu lang, so dass sich parallel einfallende Strahlen vor der Netzhaut vereinigen. Die Sehschärfe ist in der Nähe besser, als in der Ferne.
Es liegt eine Krümmungsanomalie von Hornhaut und/oder Linse vor. Die Oberfläche der brechenden Medien ist beim Astigmatismus nicht kugelförmig, sondern bricht in einem Meridian stärker, als in dem dazu senkrecht stehenden.
Das Bild auf der Netzhaut ist sowohl in der Ferne, als auch in der Nähe verzerrt.
Beim irregulären Astigmatismus sind Wölbung und Brechkraft unregelmäßig (z.B. durch Hornhautnarben)
Bei der Anisometropie ist die Brechkraft beider Augen unterschiedlich.
Am höher fehlsichtigen Auge besteht dabei die Gefahr, dass eine Schwachsichtigkeit (Amblyopie) entsteht. Die Korrektur mittels Brille kann bei später Ersterkennung problematisch sein, da es durch die Brechkraftdifferenzen zu ungleich großen Netzhautbildern (Aniseikonie) kommt. Mit Kontaktlinsen können diese Abbildungsfehler vermieden werden.
Dabei handelt es sich um den normalen, allmählichen, altersbedingten Verlust des Naheinstellungsvermögens der Augen (ca. ab dem 40. Lebensjahr). Es kommt zu Leseschwierigkeiten und der Lesetext wird zum besseren Erkennen weiter vom Auge weggehalten.



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