Versorgung und Therapie von Fehlsichtigkeiten

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Therapie von Fehlsichtigkeiten

Brille

Die Brille ist nach wie vor das am häufigsten verwendete Mittel zu Korrektur von Fehlsichtigkeiten. Die Myopie wird durch ein Minusglas ( Zerstreuungs-, Konkavlinse) korrigiert und die Hyperopie durch ein Plusglas (Sammel-, Konvexlinse). Die Nahkorrektur bei der Presbyopie erfolgt üblicherweise durch ein Plusglas, das je nach Alter und gewünschter Arbeits- bzw. Leseentfernung bestimmt wird. Die Nahkorrektur wird zur Fernkorrektur dazu addiert.

Viele Patienten brauchen die Brille für mehrere Distanzen. Aus diesem Grund gibt es die Möglichkeit der Mehrstärkengläser: Bifokalbrille, Trifokalbrille, Gleitsichtbrille, Nahkomfortbrille (=fließender Übergang von Bildschirmentfernung zur Nähe)

Auch bei der Arbeit am Computer ist die richtige Korrektur, in Form einer Bildschirmbrille, wichtig, um auftretende Beschwerden zu vermeiden. Dabei gibt es wiederum die Möglichkeit einer Einstärkenbrille (nur für die Bildschirmdistanz), einer Gleitsichtbrille und einer Nahkomfortbrille. Zur Bestimmung einer Bildschirmbrille ist vor allem die Entfernung des Bildschirms vom Auge wichtig.

Kontaktlinsen

Da Kontaktlinsen unmittelbar auf der Hornhaut sitzen und alle Blickbewegungen mitmachen, gibt es einige Vorteile gegenüber der Brille, wie z.B.:

1. Uneingeschränktes Blickfeld, keine seitlichen Verzerrungen
2. Keine Gesichtsfeldeinengung durch den Brillenrand
3. Geringe Bildvergrößerung bzw. Bildverkleinerung (bei Anisometropie)
4. Bild läuft nicht nach bzw. vor
5. Ausgleich von Astigmatismus (v.a. irregulärer Astigmatismus)
6. Kosmetische Vorteile
7. Kontaktlinsen laufen nicht an
8. Psychologische Gründe
9. Berufliche Gründe (z.B. Sportler, Polizei, Schauspieler, KindergärtnerInnen)

Arten von Kontaktlinsen

  • Weiche Kontaktlinsen (alle Austauschsysteme(Tages-, Monatslinsen sind Weichlinsen)
  • Formstabile/Harte Kontaktlinsen

Indikationen:

Kontaktlinsen werden bei medizinischen Indikationen zum Teil von der Krankenkasse mitfinanziert, (Angaben je nach Krankenkasse unterschiedlich - www.sozvers.at) z.B.:

  • Myopie ab 6 dptr
  • Hyperopie ab 6dptr
  • Astigmatismus ab 3dptr
  • Progrediente Myopie (Verschlechterung um 1dptr. pro Jahr)
  • Anisometropie ab 3dptr
  • Irregulärer Astigmatismus
  • Teilweise bei beruflichen Indikationen

Kontraindikationen:

  • Unzureichende Hygiene, Verständnis, Zuverlässigkeit und Motivation von Seiten des Patienten
  • Neurotische Angst vor dem Einsetzen oder Entfernen der Kontaktlinsen
  • Sämtliche Erkrankungen des vorderen Augenabschnitts
  • Trockene Augen (=Sicca-Syndrom)

Refraktive Chirurgie

Dabei handelt es sich um die operative Korrektur von Fehlsichtigkeiten. 
Ihr auf refraktive Chirurgie spezialisierter Augenfacharzt berät sie sicher gerne und informiert sie auch seriös über die Risiken dieses operativen Eingriffs.
Die Kosten für diesen operativen Eingriff sind fast immer selber zu bezahlen (nur in Ausnahmefällen sind Zuschüsse von den Krankenkassen möglich).

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